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Südwesteuropa ::: Portugal - Algarve (23. Juni - 2. Juli 2026)

Fuseta

Wir sind in Portugal. Wann immer wir in ein anderes Land kommen, ist es das erste, dass wir nach einer Internet-SIM-Karte suchen. Das ist hier erfreulich: Bei Vodafone gibt es ein Angebot für 20 Tage um 20€ mit unlimitiertem Datenvolumen - und Registrierung ist auch keine erforderlich.

Autobahnen sind in Portugal teilweise mautpflichtig. Bei der Einreise auf der Autobahn gibt es eine Spur für "Foreigners". Schaut aus wie eine Mautstation, ist es aber nicht. Hier wird das Kennzeichen unseres WoMos erfasst, wir zahlen mit der Bankomatkarte 0,60€. Damit sind wir für 30 Tage registriert und wenn wir zukünftig auf eine mautpflichtige Autobahn fahren, wird das Entgelt von unserer Karte abgebucht.

In Fuseta finden wir einen Campingplatz. Nicht direkt am Meer, da hier der Fluss Ribeiro de Tronco in die geschützte Lagunenlandschaft Ria Formosa und damit mittelbar in das Meer mündet. Bei Ebbe liegen die Boote auf Grund und die Krabben bevölkern die Lagune.



Wir machen einen kleinen Spaziergang zu den Salinen.




Unweit von Fuseta gibt es einen Strandabschnitt, an dem alte ausgediente Anker ihre Ruhestätte finden: einen Ankerfriedhof. Wir machen einen Radausflug vorbei an Salinen und beobachten die Vögel.






In der nächsten Stadt angekommen, bringt uns ein kleiner Zug zum Strand und zum Ankerfriedhof.



Bis in die 1960er Jahre lebten hier Fischerfamilien, die mit der traditionellen Almadraba-Methode den riesigen Atum Rabilho, den Roten Thunfisch, fingen. Bei dieser jahrhundertealten Fangmethode wurden riesige Netze zwischen schweren Ankern auf dem Meeresgrund befestigt, um die Thunfische auf ihrer Wanderung ins Mittelmeer abzufangen.
Neue Fischfangmethoden zwangen die Fischer ihre traditionelle Fangmethode aufzugeben. Die Netze wurden eingeholt, die Boote aufgegeben - und die schweren Anker blieben zurück.
Sie sind stumme Zeugen einer längst vergangenen Zeit, als Praia do Barril ein Zentrum des Thunfischfangs war.


Auf der Heimfahrt entdeckt Maxi einen Steinkauz und bei Sonnenuntergang sehen wir nochmal die Vögel in den Salinen.




Bevor wir zum nächsten Strand fahren, steht noch eine kleine Wanderung am Programm. Vom Miradouro (Aussichtspunkt) Cerro de Cabeça haben wir einen schönen Blick auf die Küste und die Lagune.




Am Rückweg entdecken wir noch einen Erdbeerbaum, über den wir schon gelesen haben. Aus seinen Früchten wird ein Schnaps, der Medronho, gebrannt und manchmal wird auch Honig beigefügt.


Praia da Falésia

Kilometerlanger Sandstrand vor Klippen aus roter Erde. Durch die Erosion bilden sich pyramidenartige Formationen.







Am nächsten Tag unternehmen wir eine Wanderung, den Brunnenweg. Allerdings ist es mittlerweile so heiß, dass wir die Wanderung abkürzen und einen kleinen Gipfel auslassen.



Die Mauren haben 700 - 1250 n.Chr. die Nâ'ûa - eine alte ägyptische Bauweise von Schöpfradbrunnen - in die Algarve gebracht. Sie wurden meistens von Esel oder Maultieren angetrieben.


Entlang des Weges sehen wir Obstbäume, Blumen, skurrile Felsen und Vögel.





Bootstour zur Benagil-Höhle

Klippen mit ihren Höhlen entlang der Südalgarve boten viele Unterschlüpfe für Piraten und Plünderer von Schiffswracks. Und so gibt es auch einiges an wilden Geschichten, die hier vor langer Zeit passiert sein sollen. Die Fahrt an der Küste zur Benagil-Höhle bietet Blick auf Klippen, verschiedene kleinere Höhlen, Felsformationen und Strände.
Eine der Höhlen hat aber ihre Berühmtheit nicht aus vergangenen Seeräubergeschichten erlangt, sondern ihr Foto ist auf jedem Windowsrechner als Bildschirmhintergrund zu sehen: die Benagil-Höhle.








Sagres

Wir sind am Weg zum südwestlichsten Punkt Portugals: nach Sagres. Maxi möchte unbedingt einen Teil des Fischerpfades gehen, der von Sines an der Westatlantikküste nach Lagos an der Südatlantikküste führt. Da wir gerade in Lagos sind bietet sich der Abschnitt nach Luz an, den Maxi gehen kann. Harald fährt vor und wartet in Luz.



Natürlich entdeckt Maxi wieder Vögel auf der Wanderung.




Etwas im Landesinneren im Dorf Bavão de São João finden wir einen Übernachtungsplatz bei einem Friedhof. Am Morgen besichtigen wir dort einen Skulpturenpark um die Ecke.






Der südwestlichste Punkt in Portugal: Sagres mit seinem Leuchtturm, dem Farol do Cabo de São Vicente ...



... und der letzten Bratwurst vor Amerika. Beim Würstelstand ist alles von Deutschen, die hier in Portugal leben: die Bratwürste vom deutschen Metzger, das Brot vom deutschen Bäcker und bedient werden wir - von einem Österreicher.


In der Nähe vom Leuchtturm entdecken wir raue Küste, aber auch Strände und Surfer.



Das Highlight ist ein Turmfalke, der sich bereitwillig fotografieren lässt.



Praia da Bordeira

Portugal hat viele wunderschöne Strände, einer davon ist der Praia da Bordeira an der Westküste der Algarve.



Der Weg zum Strand ist weit. Zuerst muss man den kleinen Fluss überqueren und über die lange Düne zum Strand wandern. Kinder spielen im flachen Fluss.



Wie in einem Wüstenfilm kommen wir uns vor, als wir die kleine Taverne mitten in den Dünen sehen.


Etwas oberhalb vom Strand parken wir unseren Bus auf einem Parkplatz. Einige andere Wohnmobile stehen auch schon da. Wir genießen den Sonnenuntergang.
In der Nacht werden wir von der Polizei geweckt. Mit mindestens 6 Autos sind sie da. Leider haben wir übersehen, dass wir uns schon im Gebiet des Nationalparks Alentejo befinden, in dem das Übernachten in Strandnähe verboten ist (was wir ja gewusst hätten). So wie alle anderen werden wir hier verjagt, nachdem wir € 120 Strafe bezahlen. Ein teurer Stellplatz.


Praia da Amoreira

Die Nacht haben wir auf einem Parkplatz im nächsten Dorf verbracht. In der Früh machen wir uns auf den Weg zum Praia da Amoreira. Maxi ist sofort in den Strand verliebt.





Wie auf einem anderen Planeten kommen wir uns vor. Sieht fast so aus wie am Mars, würde hier kein Meer sein.




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