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Südwesteuropa ::: Spanien Andalusien Teil 2 (16. Juni - 23. Juni 2026)

Nerja

Auf der Fahrt nach Nerja sehen wir vereinzelt noch Höhlenhäuser in der kargen Landschaft.



Die Zufahrt in die Stadt und zum gewählten Stellpaltz ist leider abgesperrt. Wahrscheinlich eine Maßnahme, um den Verkehr aus den engen Straßen der Stadt herauszuhalten.
Wir fahren ein Stück zurück und finden am kleinen "Campingplatz Nerja" einen ruhigen, abgeschiedenen Platz. Maxi macht noch eine Wanderung, um die Gegend zu erkunden.




Das Aquädukt ist leider keines aus der römischen Zeit. Es wurde Ende des 19 Jhdts. gebaut, als in Spanien - besonders hier in Andalusien - die Zuckerindustrie stark verbreitet war. Das für die Zuckerraffinierung notwendige Wasser wurde aus den Bergen zu den Fabriken geleitet. Wenn Täler überwunden werden mussten, wurden Aquädukte errichtet. Heute ist die Zuckerindustrie in Andalusien nicht mehr vorhanden, nur verfallene Zuckerfabriken erinnern noch daran.



Im Inneren schmücken Graffitis die Wände.






Die Vogerl dürfen natürlich nicht fehlen!


Das Highlight ist aber eine Kajaktour an der Küste zu einem Wasserfall, der von einer Klippe ins Meer stürzt..




Nationalpark El Torcal de Antequera

Auf dem Weg dahin besuchen wir eine alte Bekannte von Maxi, die nach Andalusien ausgewandert ist und hier eine Avocado- und Olivenplantage betreibt. Wir verbringen einen gemütlichen Abend, schlafen bei einem Brunnen, an dem wir am nächsten Morgen Wasser tanken und besuchen den Brunnen der hundert Wasserstrahlen.
Maxi entdeckt einen neuen Vogel: das Schwarzköpfchen.



Der Nationalpark El Torcal de Antequera wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Er ist ein weitläufiger Park mit Kalksteinformationen in einer üppigen Vegetation. Wir hatten Glück, denn die Menschenmassen, die sonst hier anzutreffen sind, blieben fern und so konnten wir fast alleine die Wanderung durch den Park machen.








Wir entdecken iberische Steinböcke auf den Felsen. Sie lassen sich durch die durchwandernden Touristen nicht beeindrucken und ruhen genüsslich auf ihren Felsthronen.



Der Blick von El Torcal hinunter auf die Ebene.



Vögel konnten wir auch wieder beobachten.



Antequera

Antequera trägt den Beinamen "Herz von Andalusien". Es liegt in der Mitte der Städte Malaga, Granada, Córdoba und Sevilla. Die Stadt hat eine schöne Altstadt.






Am Stadtrand von Antequera befinden sich drei Dolmen, die als Museum zugänglich sind. Die Dolmen von Menga werden auf 3800 vor Christi datiert. Im Inneren wurden im 19. Jhdt. hunderte Skelette von Menschen gefunden. Die Eingänge der Dolmen sind alle auf den Berg Peña de los Enamorados ausgerichtet, der wie ein Kopf im Profil aussieht. Daher nimmt man an, dass die Menschen von Menga darin einen Gott gesehen haben und deswegen die Dolmen auf den Berg ausrichteten und nicht wie sonst üblich nach Westen.
Bewundernswert ist, wie die Menschen vor rund 6000 Jahren es schafften, so schwere Steine zu transportieren und zu einem Dolmen aufzustellen. Der schwerste Stein wiegt ca. 180 Tonnen. Alles nur mit Muskelkraft und einer ausgeklügelten Technik.






Bemerkenswert, dass die tonnenschweren Steine so bearbeitet wurden, dass die Fugen passgenau ineinander gehen.


Setenil

Auch hier gibt es Höhlenhäuser. Die Einwohner von Setenil haben aber daraus ein Angebot an Tavernen, Cafes und Shops gemacht. Eindrucksvoll sind sie trotzdem.




Graffiti auf der Olivenölmühle.


Ronda

Die Stadt - eigentlich die "Ponte Nueva" (neue Brücke) - kennt jeder, der einen FireTV-Stick hat: die Brücke ist eines der Bilder des Bildschirmschoners. Wir haben sie jetzt live gesehen!
Ronda hat eine wunderschöne Altstadt, ein Kloster und - wie könnte es anders sein - ein paar Kirchen. Die Stierkampfarena haben wir bewusst nicht besucht.







Tarifa Beach

Am Weg zum Tarifa Beach entdecken wir Störche am Himmel. Dann sehen wir, dass überall Nester sind, bevorzugt auf Strommasten. Wie wir lesen, hat die Population der Störche in den letzten Jahren stark zugenommen. Da sie für die Landwirte hier keine Feinde sind, sind sie hier gern gesehen. Komischer Weise ist auch die Bevölkerung in der Gegend stark angewachsen. Naja, bei den vielen Störchen ...



Tarifa Beach ist DAS Windsurferparadies, wobei hauptsächlich Kiter zu sehen sind und Windsurfer, die für das Segel keinen Mast mehr haben.



Beim Strandspaziergang finden wir die Afrikana Beach Bar - die leider geschlossen ist - und ein Hotel. Dort lassen wir uns Wein und Essen schmecken.





Cádiz

Von hier gehen die Fähren auf die Kanaren. Vielleicht kommen wir dort auch noch hin, diesmal aber nicht. Die Zeit, die wir haben, ist für die Route Südfrankreich - Südspanien - Portugal - Nordspanien - Mittel- und Nord Frankreich ausgelegt. Aber wer weiß?

Wir beschränken uns in Cádiz auf den Botanischen Garten, der kostenlos zugängig ist.










Nationalpark Doñana

Unser letzter Punkt in Südspanien bevor wir nach Portugal weiterfahren. Der Nationalpark liegt an der Andalusischen Küste und reicht weit in das Landesinnere. Es werden Rundfahrten im Park mit 4x4-Bussen angeboten und als Maxi liest, dass es hier Luchse gibt, ist klar: das müssen wir machen!

Wir finden einen Platz zum Übernachten direkt am Strand mit Bar und Taverne.



Am Abend entdeckt Harald einen Vogel, der aussieht wie eine Mischung zwischen Elster und Eichelhäher. Als wir den Vogel bei der Buchung der Rundfahrt im NP Doñana wieder sehen, können wir ihn bestimmen: eine Blauelster.


Und dann geht´s in den Nationalpark. Entlang am Meer zur Flußmündung, weiter ins Innere des Parks.










Hazienda, die von der spanischen Königsfamilie als Sommerresidenz genutzt wird.


Vor 3 Wochen hat es hier gebrannt. Vereinzelt können wir noch Glutnester und Rauch entdecken.


So hat es vorher hier ausgesehen ...


Je näher wir dem Strand kommen, desto sandiger wird es. Der Wind bläst den Sand vom Meer in die Landschaft. Je mehr Vegetation es gibt, desto mehr wird der Sand aufgehalten.




Zurück am Strand sehen wir einige Fischerhütten.


Der Luchs hat sich zwar nicht blicken lassen, aber die Fahrt durch den NP Doñana war sehr eindrucksvoll und schon.