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Südwesteuropa ::: Spanien Murcia und Andalusien Teil 1 (10. Juni - 16. Juni 2026)

Abkühlung im Fluss

Wir sind im Landkreis Murcia und auf dem Weg über das Landesinnere wieder an die Südküste und es wird - obwohl erst Juni - schon richtig heiß hier in Spanien: 35° und mehr. Da tut eine kleine Abkühlung im Fluss richtig gut.



Eigentlich wollten wir am Parkplatz beim Fluss übernachten. Allerdings ist der Parkplatz eine riesengroße, asphaltierte Fläche und extrem heiß. Die Reste eines Jahrmarkts werden gerade noch abgebaut. Hier wollen wir nicht bleiben und finden im Dorf Casas Nuevas einen ausgewiesenen Gemeindestellplatz.

Das Dorf ist nicht groß, der Stellplatz wunderschön und wir sind die einzigen hier.


Vogelsichtungen gibt es auch.


Die Schlucht Estrecho de la Arboleja

Weiter auf der Route zum Meer machen wir eine kleine Wanderung in der Schlucht Estrecho de la Arboleja. Sie ist nicht recht groß, doch ein bisschen Bewegung tut nach der Fahrt doch ganz gut.





Playa la Carolina

Der Parkplatz am Meer ist nicht direkt als Standplatz für Wohnmobile ausgewiesen, aber als wir ankommen sehen wir, dass eine ganze Menge spanische Wohnmobile hier stehen. Also werden wir es auch versuchen, denn hier wollen wir 2 - 3 Nächte bleiben.





Playa de los Genoveses

Unser nächstes Zielgebiet ist Andalusien. Wir meiden die Küstenstraße, fahren über das Landesinnere, suchen einen Übernachtungsplatz am Strand und landen am Playa de los Genoveses. Leider gibt es hier keine Möglichkeit zum Übernachten, aber der Strand und die Umgebung sind wunderschön.






Vogelsichtungen gab es auch:


Nationalpark Cabo de Gata

Beim Leuchtturm finden wir einen Platz zum Übernachten und genießen den Ausblick auf wilde Steinformationen im Meer.




Am nächsten Morgen fahren wir an den Strand - aber vorher zu Vogelbeobachtungsplätzen. Allerdings ist die Entfernung zu den Vögeln in den Salinen zu weit. Dafür begrüßt uns eine Haubenlerche am Eingang. Sie sitzt 2 Meter entfernt am Zaunpfosten, lässt sich bereitwillig fotografieren und singt ihr Lied.



Wüste Tabernas

Es geht wieder ins Landesinnere. Bei der Fahrt nach Guadix, wo wir uns die Höhlenhäuser ansehen wollen, kommen wir an der Wüste Tabernas vorbei. Sie ist eine der größten Halbwüsten in Europa (280km²) und bietet für viele Western die Filmkulisse. Unter anderem wurden hier Szenen für "Spiel mir das Lied vom Tod" gedreht.





Ja, genau! Vögel haben wir auch wieder gesehen. Diesmal Bienenfresser.


Guadix

Die Stadt ist bekannt für ihre Höhlenhäuser, die in die Tonhügel rund um Guadix gegraben wurden. Im 13. Jahrhundert wurden die aus Afrika eingewanderten Mauren von den katholischen Königen aus der Stadt verbannt, obwohl sie dem christlichen Glauben beigetreten waren. Aus der Stadt verdrängt gruben sie ihre Häuser in die Tonhügel.

Heute werden die Häuser nach wie vor gegraben. Es gibt einen eigenen Beruf: die "Picaores" - die Höhlenbauer. Waren die früheren Häuser mit keinen Fronten und tief in den Berg gegraben, gehen sie heute mehr in die Breite. Oft sind die Häuser nicht wahrnehmbar, nur an den aus dem Berg ragenden Schornsteinen erkennt man sie. Die Schornsteine dienen einerseits der Belüftung der Häuser (von der Tür bis in den hinteren Bereich, wo die Schornsteine errichtet werden, entsteht ein durchgehender Luftzug), andererseits dienen sie in der Küche als ganz normale Rauchfänge.





Einige der Häuser wurden als Museen eingerichtet. Eines davon haben wir besichtigt. Es zeigt wie die früheren Besitzer hier von 1928 bis 1980 gelebt haben. In früheren Zeiten wurden in den Häusern auch Schweine und Geflügel in Ställen gehalten. Die Schlafzimmer waren im letztem Raum, der hatte die beständigste Temperatur über das Jahr: 19 - 21°. Der Wohnraum befand sich gleich nach dem Eingang und war oft der einzige mit einem Fenster.




Die Höhlenhäuser sind in einigen Gebieten in Spanien verbreitet. In Guadix gibt es noch ca. 2000 davon, in denen ca. 4500 Menschen wohnen.