Wir sind in Spanien! Die Grenze nehmen wir kaum wahr, sie geht durch die aneinander grenzenden Städte
Bourg-Madame in Frankreich und Puigcerda in Spanien. Hier hoffen wir eine Prepaid-Internet-SIM-Karte
für Spanien kaufen zu können - nur haben wir nicht damit gerechnet, dass die Spanier Siesta halten und der Shop
erst wieder um 16 Uhr öffnet.
Daher fahren wir weiter und finden in Ripoll einen Shop. Die Kommunikation ist schwierig, die Dame spricht
kein Englisch und kennt auch die Produkte ihrer Firma nicht wirklich. Mit Unterstützung von Google-Translate
finden wir einen Weg und haben zuletzt eine SIM-Karte: 28 Tage und 300GB für 20€.
Nach zwei Tagen auf dem Campingplatz in La Soleia d'Oix kommen wir nach ...
Hier befindet sich das Salvador Dalí Museum "Theatre - Museum Dalí", das wir besuchen.
Schon rund um das Gebäude befinden sich einige Skulpturen.
Dalí plante ab 1960 den Wiederaufbau des Stadttheaters Figueres, das im Spanischen Bürgerkrieg zerstört wurde. Nach 10-jähriger intensiver Bautätigkeiten wurde das Theatre - Museum Dalí 1974 eröffnet. In den 1980-iger Jahren wurde es erweitert.
Für Dalí war das Museum und die Gestaltung der Ausstellungen sein letztes Lebenswerk. Er wurde in der Krypta des Museums beigesetzt.
Salvador Dalís Werke umspannen einen weiten Bogen: Skulpturen ...
... Bilder ...
... Zeichnungen ...
Wir sind am Weg nach Barcelona und Maxi findet in der Nähe das "kleine Stonehenge" - den Dolmen de Pedra Gentil. Es entpuppt sich dann aber als Mini-Mini-Stonehenge.
Wir leisten uns die City-Maut für Barcelona und fahren zum Botanischen Garten am Montjuic, weil
wir hier nach unseren Recherchen übernachten können. Schon die Fahrt durch die Stadt ist geprägt
durch den vielen Autoverkehr und die vielen Staus.
Die Stadt wollen wir mit dem Rad besichtigen, das hat in den Städten in Skandinavien gut funktioniert.
Im Reiseführer lesen wir, dass Barcelona für Radfahrten gut geeignet ist, dass viele neue Radwege
gebaut wurden. Die Variante mit den Öffis in die Stadt zu fahren und dort mit Hop-On-Hop-Off-Bussen
die Stadt zu besichtigen verwerfen wir.
Das Radfahrwegesystem in Barcelona ist jedoch durchwegs chaotisch: Radwege enden und münden in Bus- bzw.
Taxispuren, gehen plötzlich auf der anderen Straßenseite weiter. Dazu kommt der viele chaotische Verkehr
in Barcelona und die vielen Menschen. Wir würden das nicht empfehlen.
Bei der Sagrada Familia sammeln sich hunderte Menschen, die das Lebenswerk von Antoni Gaudí besichtigen wollen.
Eintrittskarten sind oft schon Wochen vorher ausverkauft.
Noch immer stehen Kräne an der Sagrada Familia und das Ziel, die Vollendung des Bauwerks bis zum 100. Todestages
von Gaudí zu schaffen, scheint aussichtslos. Wochen später erfahren wir, dass sie am 10. Juni 2026 doch eröffnet wurde.
Der Bau der Sagrada Familia begann 1882, ein Jahr später übernahm Gaudí die Leitung. Zu seinem Todestag war die
Sagrada Familia gerade Mal zu einem Viertel fertiggestellt.
An der Kirche wurde seit 1882 - mit Ausnahme des Spanischen Bürgerkriegs und der Covid-Pandemie - durchgängig
gearbeitet.
Die Fachwelt ist sich uneins, ob die Sagrada Familia tatsächlich nach den von Antoni Gaudí erdachten Plänen
fertiggestellt wurde, da die Originalunterlagen verloren gingen. George Orwell nannte die Sagrada Familia das
hässlichste Bauwerk der Welt.
Casa Vicens
Casa Milá
Die Rambla - einst die belebteste Straße in der Stadt, mit Künstler*innen und Verkaufsständen - ist heute nur mehr ein leerer Platz. Wir fragen in einem Lokal nach, aber erhalten leider keine verständliche Auskunft, ob das nur heute so aussieht oder generell. Englisch ist nicht wirklich eine Stärke der Spanier.
Nachdem wir mit dem Rad wohlbehalten zurück sind, verlassen wir die Stadt und machen uns auf den Weg nach Montserrat.
Auf einem Wanderparkplatz zu einer Kletterwand in den Bergen des Montserrat finden wir einen ruhigen Standplatz. Maxi unternimmt eine kleine Wanderung und trifft alte Bekannte und macht eine neue Vogelsichtung: den Orpheusspötter - er "singt" so, wie er heißt. Am nächsten Tag wollen wir mit der Seilbahn auf den Montserrat und zum Kloster.
Es geht wieder Mal ans Meer - eine kleine Abkühlung tut not. Doch voher müssen wir übernachten und finden einen Platz in Montferri. Dort gibt es eine kleine Kirche, die wir besichtigen und Maxi entdeckt wieder Mal einen neuen Vogel: den Einfarbstar.
Bevor wir am Strand landen hat Maxi noch ein Aquädukt entdeckt: die Teufelsbrücke.
Der Sage nach soll diese beim Bau immer wieder eingestürzt sein. Bis eines Tages der Teufel
dem Baumeister seine Hilfe anbot, wenn die Seele des ersten, der die Brücke überquert, ihm gehöre. Der Baumeister
willigte ein und der Teufel errichtete die Brücke an nur einem Tag.
Am nächsten Tag kam der Teufel zum Baumeister und forderte seinen Lohn. Der Baumeister musste ihm nun die Seele nennen: "Als erstes ging der Esel über die Brücke!"
Endlich wieder am Meer in der kleinen Bucht Platja de l'Estany.
Und einen Vogel bekommen wir auch zu sehen: So nah waren wir einem Kormoran noch nie!
Der Ebro mündet bei Amposta in das Mittelmeer. Das Ebro Delta erstreckt sich über 325km² und
ist eines der bedeutendsten Feuchtgebiete Spaniens. Neben dem Rhone-Delta in Frankreich und dem Po-Delta in
Italien ist das Ebro-Delta eines der größten Deltas an den europäischen Mittelmeerküsten.
Bekannt ist das Ebro-Delta für den Reisanbau. Ein Reisfeld reiht sich an das andere und das über
mehrere Kilometer. Hier wird unter anderem der Reis für die Paella angebaut.
Die Feuchtgebiete bilden auch für Vögel aller Art ein riesengroßes Habitat.
Am Campingplatz Eukalyptus, der so heißt wie der Ort selbst, auf dem auch Eukalyptusbäume
stehen, finden wir einen netten Platz. Nicht direkt am Meer, aber zu Fuß keine 5 Minuten.
Von dort aus unternehmen wir einige Erkundungstrips.
Maxi entdeckt einen Vogelbeobachtungsplatz.
Eine Radtour im Delta.
Angekommen am Strand gibt's dann eine Erfrischung.
Beim Teich am Campingplatz entdeckt Maxi noch ein Teichhuhn mit ihren Küken.
Wir sind wieder in den Bergen und stehen mit dem Bus - wie so oft - auf einem Wanderparkplatz.
Die Zufahrt war etwas abenteuerlich, aber wir sind aus Griechenland schon einiges gewohnt.
Am Parkplatz sind wir alleine, beobachten das Treiben der Insekten, die Gänsegeier bei ihrem Flug und entdecken auch
ihre Sitzplätze in den Felswänden.
Am Morgen starten wir unsere Wanderung zu einem Wasserfall.
Wir kommen vorbei an kleinen Becken ...
... und größeren Pools ...
... die durchaus verleiten hineinzuspringen - wären hier nicht ... obwohl, die Frösche stören eigentlich nicht.
Wieder beim Bus, geht die Fahrt zurück, auf der wir die Gelegenheit nutzen gutes Bergwasser zu tanken.
Die Kakteen blühen hier auch schon.