Maxi entdeckt bei der Reiseplanung den Klettersteig La Tour-sur-Orb auf unserer Route. Da gibt es nur eines: den
müssen wir machen.
Am Weg dorthin fahren wir an einem Stausee vorbei, in dem die Bäume unter Wasser stehen.
Der Klettersteig ist nett, allerdings nicht zur Gänze begehbar. Einen Flying Fox müssen wir deshalb auslassen.
Es geht wieder ans Meer. Schon seit der Provence fallen uns auf den Kopf gestellte Ortstafeln auf und auch
hier sehen wir sie. Maxi recherchiert im Internet und wir erfahren, dass sich vor allem junge Bauern
gegen die überbordenden Auflagen seitens der Regierung auflehnen.
In Frankreich gibt es die Redewendung "On marche sur la tête" (Wir stehen/gehen auf dem Kopf), was durch
die umgedrehten Ortsschilder ausgedrückt wird.
Auch bei uns im Bus gibt es was zu reparieren.
Auf der Fahrt geht es durch Weingärten und Mohnfelder. Bei einigen Weingärten sind vor den Rebstockreihen immer wieder Rosenstöcke gepflanzt. Maxi wundert sich darüber und Harald hat die Idee, dass es hier möglicherweise um eine Art Schädlingsbekämpfung geht und so die Rosen Fresskonkurenten von den Rebstöcken abhalten. Maxi lächelt.
Eine Recherche im Internet ergibt, dass die Rosenstöcke schon einen Hintergedanken haben: Rebstöcke werden leicht
von Mehltau befallen und Rosen sind dafür bekannt, dass sie noch schneller davon befallen werden. Damit wären die
Rosenstöcke ein Indikator für einen möglichen Befall der Rebstöcke - glaubte man zumindest früher. Heute weiß man,
dass Rosen zwar schneller als Wein von Mehltau befallen werden, dass es sich dabei aber um unterschiedliche Arten von
Mehltau handelt. Rosen werden jedoch nicht von dem für die Rebstöcke schädlichen Mehltau angesteckt.
Schön schaut es trotzdem aus.
In Saint Pierre la Mer finden wir abermals einen Gemeindestellplatz (10€ pro Tag), der direkt an einem Naturreservat liegt, das sich vom Landesinneren bis zum Meer erstreckt. Natürlich gibt es hier viel zu beobachten, vor allem Vögel.
Eine kleine Wanderung ins Landesinnere und ein Nachmittag am Meer.
Und die Vogelwelt hier ...
Carcassonne ist ein beliebtes Spiel im Hort von Maxi. Und da das direkt (oder auch von Maxi gelenkt) auf unserer Reiseroute liegt, müssen wird unbedingt dort hin.
Die Stadt ist bekannt durch ihre mittelalterliche Festung. Die Cité im Inneren ist nach wie vor bewohnt und durch viele Cafes und Restaurants geprägt.
Unser letzter Stop in Okzitanien - und damit vorest in Frankreich - ist die Gorges de la Carança. Doch bevor wir die Wanderung machen, erholen wir uns im Schwefelwasser des Bains de Saint Thomas.
Es führt ein wunderschöner Wanderweg auf einer Seite der Schlucht hinauf. Hinunter geht es auf der anderen Seite durch in den Berg geschlagene Wege und Tunnel.
Bisher haben wir in Frankreich nur mit Chlor aufbereites Wasser gefunden. Hier in der Schlucht am Parkplatz ist ein Brunnen mit Quellwasser aus den Bergen. Wir lassen unseren Wassertank im Bus aus und tanken das erfrischend schmeckende Quellwasser.
Oben an der Schlucht angekommen, geht's über eine kleine Hängebrücke auf die andere Seite des Flusses und zum Weg zurück.
Für uns eine der bisher schönsten Wanderungen!