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Südwesteuropa ::: Frankreich Okzitanien Teil 1 (14. - 18. Mai 2026)

Orange

Am Weg von der Provence nach Okzitanien zum Nationalpark Ardèche, kommen wir an der Stadt Orange vorbei.
Wir machen einen kleinen Rundgang und besuchen das Amphitheater, das Museum und besichtigen den Triumphbogen der Stadt.






Cèze

Der Weg zum eigentlichen Ziel, dem Nationalpark Ardèche, füht uns am Fluss Cèze vorbei. Dort gibt es Cascaden in denen seit 1962 30 Menschen ertrunken sind, wie uns ein großes Schild darauf hinweist.

Hier finden wir auch unseren Übernachtungsplatz, machen einen Spaziergang zu den Cascaden und kehren danach in ein kleines Gasthaus - Auberge - ein.






Nationalpark Ardèche

Bei der Anreise zum Nationalpark Ardèche fahren wir durch eine wunderschöne Berglandschaft, durch enge Brücken, vorbei an kleinen Burgen und Châteaus. Der Fluß Ardèche, nachdem der NP benannt ist, hat sein Bett durch die Berge gefunden und schlängelt sich durch die Schluchten, die er hinterlassen hat.





Am Campingplatz du Midi finden wir einen Platz fast direkt an der Ardèche. Er liegt nahe der Pont Arc d'Ardèche, zu der wir noch am späten Nachmittag spazieren.


Und wieder versteckt sich hier ein Tier: diesmal ein Löwe - könnte aber auch ein Pferdekopf sein.


Am nächsten Morgen entdeckt Maxi in einem hohlen Baum, direkt auf unserem Platz, ein Nest einer Blaumeisenfamilie. Natürlich gibt es nichts anderes, als die Blaumeisen beim Anflug zur Fütterung der Jungen, wie sie im Baumstamm verschwinden, zu beobachten und zu fotografieren.



Beim Blick in den hohlen Baumstamm, sehen wir sie dann:


Grotte de Saint-Marcel

Vor 125 Millionen Jahren war das ganze Gebiet der Ardèche von einem Urozean bedeckt. Als dieser austrocknete entstanden die Schluchten und auch die Grotte de Saint-Marcel.

Das zurückweichende Wasser hat viele Höhlen hinterlassen. Noch immer fließt es hier durch die Grotte und lässt Stalagmiten und Stalagtiten wachsen: 1 cm in 100 Jahren!




Als der Wasserstand in der Höhle zurückging, entstand ein Zwischenraum zur Höhlendecke und das durch die Höhle strömende Wasser wusch kleine Dellen in die Decke. Blau beleuchtet, kann man fast das Wasser fließen sehen.


Wenn das sehr kalkhaltige Wasser verdunstet, bleibt der Kalk zurück. Über die Jahre schichtet er sich auf und hinterlässt wunderschöne Becken, in denen sich das Wasser sammelt. Beleuchtet ergibt das einen wunderschönen Anblick.


Bambouseraie de Prafrance

Die Bambouseraie de Prafrance ist ein vor 170 Jahren vom Hobby-Botaniker Eugène Mazel angelegter 14ha großer Garten mit mehr als 1300 Bambusarten, asiatischen Bäumen und Pflanzen. Der Garten wurde von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt.






Camarès

Wir sind am Weg zu einem möglichen Stellplatz neben dem Naturpark Aygues-See. Leider ist der Platz nicht geeignet zum Übernachten, aber schön ist die Gegend dort schon.

Der Aygues-See hat eine Besonderheit: er ist nicht immer zu sehen. In der jüngsten Geschichte war er seit 1933 etwa 10 Mal zu sehen - von wenigen Monaten bis zu 3 Jahren.
Seit Jänner 2026 ist der See wieder zu sehen. Grund waren starke Regenfälle im Herbst/Winter 2025. Wir hatten also Glück!




Etwas weiter südwestlich finden wir in Camarès einen Gemeindestellplatz. Die 5€ Übernachtungsgebühr wird von einem Gemeindebediensteten am nächsten Morgen eingesammelt. Er möchte von uns einige Informationen und da er kein Englisch spricht und wir nicht Französisch, bleiben nur Versuche der Verständigung. Das ändert aber nichts an seiner Freundlichkeit.

Für den Tag ist ein Spaziergang im Naturschutzgebiet Le Rougier de Camarès und ein Ausflug zu einer russisch-orthodoxen Kirche, die aus Holz ohne Verwendung von Nägel gebaut wurde, angesagt.




Russisch-orthodoxe Holzkirche


Das Städtchen Camarès